Tag 15 – Kyoto

Tag 15 – Kyoto

Die kleinen und engen Gassen von Kyoto sind einfach heillos überlaufen. Tausende und abertausende Menschen drängen sich durch das bekannte Viertel von Gion. Diesem Massenandrang wollten wir heute umgehen. Somit war um 5 Uhr Tagwache und um halb 6 Uhr Abmarsch. Pünktlich zum Sonnenaufgang um kurz nach 6 Uhr waren bei unserem Ziel angekommen. Der bekannten Yasaka Pagode. Um diese Uhrzeit finden sich nur Menschen ein, die dieses tolle Motiv fotografieren wollen. Großteils menschenleere Gassen. Ein absoluter Traum, Kyoto auf diese Weise erleben zu können. Bereits eine Stunde später, bekommt man keine Fotos mehr ohne Menschen. Direkt im Stadtviertel Gion liegt fußläufig von der Pagode der Kiyomizu-dera Tempel. Wieder einmal ein ganz anderer Tempel.

Kiyomizu-dera Tempel
Kiyomizu-dera Tempel

Gestern war übrigens der letzte Tag in Japan mit sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad und damit wurde ein fast 93 Jahre alter Wetterrekord für den spätesten Sommertag gebrochen. Noch nie war es so spät im Oktober so warm. Heute war es mit maximalen 22 Grad deutlich kühler und somit auch angenehmer.

Kurz vor 8:30 Uhr waren wir dann bereits beim Sanjusangen-do. Das Besondere dort sind die 1001 Statuen. Wirklich beeindruckend, da die vergoldeten lebensgroßen Statuen nochmals von 28 verschiedenen Götterstatuen beschützt werden. Leider durfte man auch dort mal wieder keine Fotos machen 🙄 Deshalb auch diesmal nur ein Bild aus dem Internet.

Quelle

Danach waren wir hungrig und haben das Ichikawaya Coffee besucht. Einfach irgendein Frühstückslokal, das ich auf Google Maps gefunden habe. Als wir hinkommen, steht schon wieder eine Menschenschlange an. Stellt sich heraus, ich habe genau eines gefunden, das auf Instagram gehyped wird 🙄 Zum Glück mussten wir nicht lange warten und hatten kurze Zeit später einen Platz. Bekannt ist das Lokal scheinbar für seine Sandos mit Früchten, die wirklich wunderbar geschmeckt haben. Aber auch das Eisandwich war extrem gut. Generell dürften sie hier auf Eisandwich stehen, diesen bekommt man immer wieder mal zu kaufen.

Von dort aus ging es mit dem Bus zum Ginkaku-ji, dem Silbertempel. Der Tempel ist ganz nett und bietet den Ausgangspunkt für den Philosophenweg, einem 2km langen Weg, auf dem man immer wieder zu kleineren Tempeln abbiegen kann. Ein Tempel der erwähnenswert ist, ist der Eikando Tempel. Dieser ist etwas größer und hat noch dazu einen schön angelegten Teich.

Den Rückweg ins Hotel haben wir zu Fuß angetreten. Der Grund dafür war, dass heute in Kyoto eine Parade stattfand, die aus unterschiedlichen Regionen und Epochen traditionelle Uniformen zeigte. Zumindest hätten wir das so verstanden 😅 Die Parade war aber eigentlich ultra langweilig. Keine Musik oder irgendwas. Sie sind einfach nur dahin spaziert – Endziel war ein Tempel. Wir sind der Parade quasi entgegen gegangen, weshalb sie uns eigentlich fast bis zum Hotel begleitet hat. Dadurch war der Weg nicht ganz so uninteressant.

Wir haben uns heute etwas im Hotel ausgeruht und sind dann für das Abendessen nach Pontocho gegangen, in der Hoffnung, hier nochmals Maikos oder Geishas zu sehen. Und wirklich, eine Maiko kam uns in den engen Gassen entgegen. Die Unterschiede erkennen wir nun sehr schnell, vor allem, weil es nur rund 150 Geisha in Kyoto gibt. Nachdem es gestern am Abend noch ein legendäres Tonkatsu gab, haben wir heute ein ausgezeichnetes Okonomiyaki gegessen. Eine Art pikantes Omelette. Für jedes bessere Lokal in Japan muss man entweder ewig vorher reservieren oder anstehen. Mühsam, aber darauf muss man sich einstellen in Japan.

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