Was für ein Start in den Tag! An Ausschlafen war zwar abermals nicht zu denken, aber das ist es uns Wert. Bevor wir das Hotel verlassen haben, haben wir unsere Koffer abgegeben. Koffer nicht selbst von A nach B zu bringen, sondern das Ganze von einem Versanddienstleister machen zu lassen, ist hier in Japan sehr populär. In unserem Fall haben wir die Koffer ins übernächste Hotel nach Osaka geschickt. Bei Hiroshima werden wir nur eine Nacht sein und so ersparen wir uns, schweres und unhandliches Gepäck selber mit auf die Reise zu nehmen. In unserem Hotel wurde dieser Service von Sagawa angeboten. Es gibt aber einige große Unternehmen, es wird somit von Hotel zu Hotel variieren.
Danach ging es nach Ryogoku, wo wir von unseren Guides empfangen und bis zur Sumo-Trainingsstätte begleitet wurden. Wir konnten hier in ein Training eintauchen, nur ein paar Meter entfernt von den Wrestlern. Authentisch und nahbar. Trainingskämpfe gab es natürlich auch zu Genüge. 1,5 Stunden Training mit bis zu 140kg ist nicht ohne. Ein absolutes Highlight! Anschließende Fotos mit den Wrestlern durften natürlich auch nicht fehlen.



Anschließend haben wir eine kleine Stärkung zu uns genommen und sind mit dem Zug bis Yokohama gefahren. Eine etwas beschauliche Stadt, obwohl sie nach Tokio die zweitgrößte Stadt Japans ist. Wir sind ein wenig herumspaziert, haben uns ein paar Sachen angesehen und sind weiter nach Kawasaki zu einer wirklich schönen Tempelanlage Heiken-ji gefahren. Und das Schönste daran: nahezu keine Menschen. Herrlich! In ganz Japan gibt es überall verteilt sogenannte Eki-Stempel. Die sind prinzipiell an den meisten Metrostationen zu finden. Und auch sonst gibt es immer wieder die Möglichkeit, irgendwo einen Stempel zu bekommen. Also unbedingt ein entsprechendes Heft kaufen 😃 Zusätzlich kann man sich bei Tempeln und Schreinen auch handgeschriebene Sachen ins Buch malen lassen. Gegen einen geringen Betrag – Cash only.




Den Abend haben wir im verrückten Shibuya verbracht. Menschen und Leuchtreklamen, soweit das Auge reicht. Einen aktuellen Hype haben wir heute noch mitgenommen: Die Donuts von „I‘m Donut ?” sind scheinbar der aktuelle Trend. Sie waren wirklich gut und überraschend wenig süß. In Japan ist uns generell aufgefallen, dass die meisten Dinge wenig bis gar nicht gesüßt sind.

Der Schnäppchenmarkt Don Quijote ist genau das, was man sich unter einem japanischen Geschäft so vorstellt. Schrill, laut, überlaufen und mit Unmengen unterschiedlicher Waren ausgestattet. Auch spezielle Geschäfte wie einen Disney Store, ein Pokémon Center oder einen Nintendo Shop – um nur ein paar aufzuzählen – findet man ohne Probleme in Tokio.

Vor dem Abendessen haben wir uns noch die Lichtershow Tokyo Night and Light beim Tokyo Metropolitan Government Building angesehen. Diese startet jede halbe Stunde und ist kostenlos.
Zum Abschluss unseres Tokio-Aufenthalts waren wir heute in einem der Ichiran-Standorte Ramen essen. Für das Lokal muss man sich fast zu jeder Uhrzeit anstellen, um einen Platz zu bekommen. Es scheint vor allem unter Touristen beliebt zu sein. Und nachdem wir selbst welche sind, haben wir es ausprobiert. Berühmt wurden sie durch das Einzelsitzkabinenkonzept. Jeder Gast sitzt in einer kleinen, durch Trennwände abgeschirmten Kabine. Dadurch soll man sich ohne Ablenkung voll und ganz auf den Geschmack der Ramen konzentrieren. Geschmacklich war es gut, aber wir hatten definitiv schon bessere Ramen in Tokio gegessen. Das war nun unsere letzte Tätigkeit in Tokio.

Abermals haben wir den Tag voll genutzt. Es ist schwer, den vielen Lichtern am Abend zu entkommen und ins Bett zu gehen.😅 Deswegen haben die Tage immer spät geendet und früh begonnen. Aber es war jede Minute Schlafentzug Wert 😃

